swoplo | B2B-Online-Plattform für das übergeordnete Lademittelmanagement

swoplo in der DVZ Nr. 63: Paletten verkaufen statt tauschen

Von Bernhard Hector (DVZ  NR. 63  DIENSTAG, 9. AUGUST 2016)

Ärger mit dem Palettentausch gibt es, seit der Ladungsträger existiert. Jetzt haben findige Unternehmer und Softwareingenieure eine neue Idee umgesetzt, die eigentlich nicht neu ist: Paletten und andere Ladungsträger werden nicht getauscht, sondern verkauft. Das Neue: Das Ganze wird über eine online-basierte Plattform organisiert und digital abgewickelt.

Swoplo bricht damit den bisherigen Eins-zueins-Tauschzwang herkömmlicher Lademittelverwaltungssysteme auf. Den Nutzern der Plattform wird es ermöglicht, Lademittel unterschiedlicher Art beziehungsweise Kombination in einem Auftrag abzuwickeln. Der Preis für die Lademittel wird von den Nutzern untereinander für jede Transaktion bestimmt. Damit können über das reine Lademittel hinaus auch unterschiedliche Qualitäten berücksichtigt werden.

Kosten zwischen 5 und 25 EUR
Und so funktioniert es: Nach der Anmeldung auf der Plattform der Swoplo AG gibt der registrierte Nutzer ein, wo und wie viele Paletten welcher Qualität er verkaufen oder kaufen möchte. Alle an der Transaktion beteiligten Unternehmen werden automatisch involviert und stets über jeden Schritt der Transaktion auf dem Laufenden gehalten. Registrierung und Eingabe von Angeboten sind kostenlos.

Damit werden alle Palettenbestände im Rahmen der „Umkreissuche“ für die Nutzer sichtbar. Diese können dann für sie interessante Paletten oder andere Lademittel, auch kleinere Mengen, reservieren und dem Verkäufer mitteilen, wann die Ladungsträger besichtigt und abgeholt werden sollen.

Nun kann der Käufer sich die Paletten ansehen und mit dem Verkäufer über die Plattform einen Preis aushandeln. Werden sie sich einig, geht der Verkauf über die Bühne. Kommen beide nicht zusammen, wird nichts draus.

Zu den Preisen: Kommt der Kauf oder Verkauf zustande, kostet die Reservierung nichts. Eine Lademitteltransaktion kostet jede Partei jeweils zwischen 5 und maximal 25 EUR. Die Höhe richtet sich nach dem Verkaufspreis der Lademittel: 1 Prozent vom Netto-Transaktionswert in den oben genannten Grenzen. Abgerechnet wird der Kaufpreis der Lademittel über ein im Preis inbegriffenes Treuhandkonto, das bei der Anmeldung vom Nutzer der Plattform eröffnet wird.

Transparente Preise
Alle Preise werden auf der Plattform ausgewiesen und sind für jeden potenziellen Kunden einsehbar. Um die, auch umsatzsteuerlich korrekte, Abrechnung kümmert sich die IT-Plattform. Wer nur Lademittel reserviert, aber nicht zum Abschluss kommt, zahlt 5 EUR. Reserviert sind die Lademittel immer 60 Minuten, eine Verlängerung der Frist kostet zusätzlich 5 EUR. Findet nach der Verlängerung der Abschluss statt, werden nur 5 EUR berechnet, ohne Abschluss 10 EUR. Alle Schritte sind auf der Plattform einzugeben.

Thomas Hahn, Mitglied des Vorstands der Swoplo AG, setzt darauf, dass sich schnell größere Mengen an Lademitteln auf der IT-Plattform zum Verkauf befinden werden. „Denn es lohnt sich, auch kleinere Bestände auf dem Marktplatz anzubieten“, erklärt er. Liegen Ladungsträger nur herum, binden sie liquide Mittel. Aber beim Verkauf oder der Umbuchung kleinerer Mengen soll auch nach Abzug der Transaktionsvergütung von 5 EUR noch ein substanzieller Betrag übrig bleiben.

Michael Schauer, Mitglied des Vorstands, hat rund 100 Kunden kontaktiert, die alle ihr Interesse an der Nutzung der Plattform signalisiert haben. „Wir gehen von Kostensenkungen bis 90 Prozent im Vergleich mit konventionellen Verfahren aus“, sagt Andreas Günkel, Mitglied des Aufsichtsrates der Gesellschaft. Mit Hilfe des Kostenvergleichsrechners können Nutzer schon vor Abschluss einer Transaktion den wirtschaftlichen Vorteil beurteilen. Als weitere Funktion bietet Swoplo eine für alle Nutzer der Plattform kostenlose App an, die Transportdokumente fotografiert und diese unmittelbar auf der IT-Plattform zur Verfügung stellt.

Gegenwärtig befindet sich die Plattform in der Phase eines Soft- Launch. Ein großes Nahrungsmittelunternehmen nutzt die Plattform, um Kunststoffpaletten, E-Kisten und andere Lademittel innerhalb des Konzernverbundes mit circa 20 Unternehmen zu disponieren. Etwa 70 weitere Unternehmen testen den digitalen Marktplatz.

Interessenten können über das system bereits auf zahlreiche Ladehilfsmittel aus ganz Deutschland zugreifen. Zusätzlich wollen Hersteller neue, ungebrauchte Lademittel über die Plattform anbieten. Deren Funktionen sollen in den nächsten Tagen freigeschaltet werden.

Homepage-Display unbefristet genehmigt für www.swoplo.com und zugehörige Social-Media Auftritte. Rechte für einzelne Downloads und Ausdrucke für Besucher der Seiten genehmigt. DVV Media Group 2016.
 
Jetzt kostenlos registrieren

Michael Schauer

Mitglied des Vorstands
Tel.: 09868 - 3039-962

Thomas Hahn

Mitglied des Vorstands
Tel.: 09868 - 3039-963